Swipe to the left

Wie Sie mit Entzündungen fertig werden, indem Sie die richtige Nahrung zu sich nehmen

Ausdrucken
Wie Sie mit Entzündungen fertig werden, indem Sie die richtige Nahrung zu sich nehmen
By Frederik Gammelby Jensen 3 months ago 755 Views

Von Michael A. Smith, MD

Chronische Entzündungen sind der gemeinsame Nenner bei altersbedingten Krankheiten – inklusive Herzerkrankungen, vielen Formen von Krebs und Alzheimer.

Den meisten Leuten sind diese Entzündungen als schmerzende Schwellungen und Rötungen auf der Haut bekannt. Entzündungen können allerdings auch innerhalb des Körpers zustande kommen und dort stellen sie auch die größte Gefahr für die Gesundheit dar.

Wodurch werden chronische Entzündungen also ausgelöst? Zum Beispiel durch Stress, Bewegungsmangel, genetische Veranlagung und Belastung durch Giftstoffe. Es gibt allerdings noch einen Hauptverursacher, der meistens übersehen wird: die Nahrung, welche Sie zu sich nehmen. Im folgenden Abschnitt werden wir uns damit im Detail auseinandersetzen.


Entzündungshemmende und entzündungshemmende Lebensmittel

Die durchschnittliche Ernährung der Amerikaner ist reich an tierischen Proteinen, welche eine Quelle von Arachidonsäure (Arachidonic acid) sind – ein mehrfach ungesättigtes Omega-6 Fett, welches Entzündungen fördern kann. Arachidonsäure erzeugt eine Mehrzahl an potenten entzündungsfördernden Verbindungen, inklusive der folgenden:

  • Prostaglandine
  • Prostazykline
  • Leukotriene
  • Thromboxane

Es ist wichtig, dass Menschen mit chronischen Entzündungen alles dafür tun, den Arachidonsäurespiegel nicht zu erhöhen. Nachfolgend finden Sie eine kurze Liste mit Nahrungsmitteln, deren Verzehr von Personen mit chronischen Entzündungen entweder minimiert oder komplett eingestellt werden sollte:

  • Rotes Fleisch – speziell rotes Fleisch mit hohem Fettanteil
  • Weißes Fleisch – Huhn, Ente und Wildgeflügel
  • Milchprodukte – tierische Milch jeglicher Art
  • Eier – vermeiden Sie das Eigelb
  • Käse – speziell Hartkäse
  • Bestimmte Fischarten – Buntbarsch, Wels, Gelbschwanz

Beachten Sie bitte, dass eine gesunde Ernährung normalerweise eine ausgeglichene Mischung von Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren beinhaltet. Omega 3 Fettsäure hilft dabei, Entzündungen zu hemmen, während einige Omega-6 Fettsäuren Entzündungen fördern.

Leider enthält die durchschnittliche amerikanische Ernährung viel mehr Omega-6 Fettsäuren als Omega-3 Fettsäuren [1]. Eine Balance dieser 2 Fettsäuren kann viel dazu beitragen, Entzündungen zu lindern.


Welche Nahrungsmittel sind entzündungshemmend?

Glücklicherweise bietet uns die Natur eine Vielzahl an Nahrungsmitteln, die entzündungslindernd sind. Besser noch, diese Nahrungsmittel haben keine Nebenwirkungen und versorgen uns darüber hinaus noch mit wichtigen Vitaminen und Mineralien, die Ihre allgemeine Gesundheit steigern können.

Die nachfolgende Tabelle enthält einige natürliche Nahrungsmittel und Getränke, die dafür bekannt sind, Entzündungen zu lindern:



Art von Lebensmittel oder Getränk Nahrungsquelle Unterstützende Forschung
Omega-3 Fettsäuren Ölige Fische wie z.B. Lachs, Thunfisch, Sardinen, SardellenUnterdrückt mehrere Stufen des Entzündungsprozesses und schränkt die Produktion von inflammatorischen Zytokinen ein [2,3].
Einfach ungesättigte Fette und Öle Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl, TraubenkernölOlivenöl, zum Beispiel, vermindert das C-reaktive Protein (CRP), welches ein Entzündungsmarker ist [4].
Nüsse und Kerne Leinsamen, Kürbiskerne, Walnüsse
Vollkorn Quinoa, Bulgurweizen, Gerste, Hafer, RoggenVerringern CRP und helfen bei verschiedenen Formen von Arthritis [6].
Dunkle Früchte Sauerkirschen und dunkle BeerenAnthocyane in Sauerkirschen schützen gegen Schmerzen und Entzündungen. Der Effekt ist vergleichbar mit dem des entzündungshemmenden Arzneimittels Indomethacin [7].
Grüner und schwarzer Tee Camellia sinensisDie Theaflavine in schwarzem Tee können, zum Beispiel, gewisse Gene in der DNS ausschalten, welche inflammatorische Zykotine fördern [8].
Seetang Brauner Kelp, Wakame, ArameSeetang ist reich an Fucoidan, einem natürlichen Wirkstoff, welcher Entzündungen reduziert [9]. Es ist auch der Schlüsselnährstoff, der für die Langlebigkeit der Menschen in Okinawa verantwortlich sein soll [10].



Ist Ihre eigene Ernährung entzündungsfördernd?

Sie möchten herausfinden, wie Sie Ihre eigene Ernährung in Bezug auf Entzündungen messen können? Probieren Sie folgendes: Führen Sie ein Nahrungsmitteltagebuch. Legen Sie eine Tabelle mit 5 Spalten an – Fleisch, Milchprodukte, Früchte, Gemüse und Getreide. Machen Sie jedes Mal ein Kreuz in die jeweilige Spalte, wenn Sie ein Lebensmittel aus dieser Kategorie zu sich nehmen. Am Ende der Woche können Sie dann einfach die Kreuze zusammenzählen und herausfinden, wie Sie sich schlagen.

Sollten Sie mehr Kreuze auf der linken Seite der Tabelle gemacht haben, dann ernähren Sie sich Pro-Inflammatorisch (entzündungsfördernd). Falls Sie mehr Kreuze auf der rechten Seite der Tabelle haben, dann ernähren Sie sich Anti-Inflammatorisch (entzündungshemmend).

Bitte beachten Sie: Diese Tabelle ist keine genaue Wissenschaft. Es ist ein einfacher Weg, die eigene Ernährung zu beurteilen!


Referenzen

  1. Nutr Hosp. 2011 Mar-Apr;26(2):323-9.
  2. J Nutr Biochem. 2003 Sep;14(9):513–21.
  3. Nutr Clin Pract. 2009 Aug-Sep;24(4):508-12.
  4. Nutr Metab Cardiovasc Dis. 2009 Dec;19(10):697-706.
  5. Obes Surg. 2007 Mar;17(3):341-7.
  6. J Nutr. 2010 Mar;140(3):587-94.
  7. Behav Brain Res. 2004 Aug 12;153(1):181-8.
  8. Crit Care Med. 2004 Oct;32(10):2097-103.
  9. Immunol Cell Biol. 1994 Oct;72(5):367-74.
  10. Asia Pac J Clin Nutr. 2001;10(2):159-64.